Erweiterung 2005

Mit dem Anbau an den Lehrbienenstand am südwestlichen Stadtrand von Roding haben sich die Mitglieder des Imkervereins Roding selbst einen großen Wunsch erfüllt. Am Sonntag, den 10.07.2005, bekam das Werk durch Stadtpfarrer und Dekan Josef Amberger den kirchlichen Segen.
Viele Stunden haben die Mitglieder des Imkervereins Roding in diesem und im letzten Jahr fleißig wie die Bienen gearbeitet, damit der Anbau an den Lehrbienenstand fertig gestellt werden konnte. Damit wurde der Aufenthaltsraum vergrößert und somit verbessern sich die Voraussetzungen für Schulungen. Zahlreiche eigene Mitglieder, aber auch befreundete Vereine und der Patenverein hatten sich am Sonntag kurz vor Mittag zur Segnung eingefunden.

 

Vor der Segnung lobte Stadtpfarrer und Dekan Josef Amberger die Imker, die mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Pflege und Erhaltung der Natur leisten. Gott hat dem Menschen die Natur anvertraut. Die Schöpfung ist jedoch angeschlagen, weil sich der Mensch viel an ihr geleistet hat. Jeder Mensch hat Anspruch auf die Natur, hat aber auch die christliche Verantwortung, die Natur zu schützen und zu pflegen. In der Schöpfung sollte man Gottes Größe sehen. Man muss nur die Augen offen halten, in der Natur Gott zu sehen.
Die Bienen erbringen mit ihrem Fleiß eine große Leistung. Mit ihrer sozialen Ordnung und ihrer Arbeitsteilung sind sie für den Menschen ein großes Vorbild. Jede Biene arbeitet für das Ganze. Diese Mitarbeit für das Ganze ist auch für den Menschen sehr wichtig. Im Anschluss an diese kurze Predigt segnete der Stadtpfarrer den Anbau an den Lehrbienenstand, ein Kreuz, das in ihm aufgehängt wird und ebenso ein Bild des Heiligen Ambrosius, dem Schutzpatron der Imker.
Vorsitzender Max Ederer gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, der im Jahre 1870 ins Leben gerufen wurde und deshalb mit seinen 135 Jahren zu den ältesten Imkervereinen im Landkreis zählt. Nach einigen Jahrzehnten ruhigem Vereinsleben kehrte in den 90er Jahren wieder Leben in dasVereinsleben ein. 1993 wurde der Lehrbienenstand erstellt und mit dem heutigen Tag geht ein weiterer großer Wunsch in Erfüllung. Eine der Hauptaufgaben ist es heute, jungen Leuten die Imkerei näher zu bringen. Ein Dank des Vorsitzenden galt allen Mitgliedern, die beim Anbau mitgewirkt haben.

 

Die wichtige Funktion der Vereine in der Gesellschafthob Stadtrat Richard Seidl in seinem Grußwort hervor. Er überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Stadtoberhauptes Franz Reichold und betonte, dass der Imkerverein ein wichtiges Element im sozialen Leben darstellt. Mit seinen fachkundigen Vorträgen und Informationsvera-staltungen wird lehrreich die Natur und Umwelt vermittelt und damit auch ein wichtiger Beitrag zur Öffentlich-keitsarbeit geleistet. Die Mitglieder des Imkervereins sind fleißig wie die Bienen und deswegen wird ihre Arbeit ganz besonders geschätzt.

Roland Klein, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Schwandorf, dem der Imkerverein Roding als einer von 14 Mitgliedsvereinen angehört, lobte die Rodinger als sehr rührigen Verein und gratulierte zum gelungen Werk. Von den 452 Imkern im Kreisverband werden mehrere tausend Bienenvölker betreut. Leider fehlt es auch hier am Nachwuchs.
Nach der Segnung war die Bevölkerung zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Dazu hatte der Verein auch eine Reihe von Informationstafeln aufgestellt und mit einer kleinen Ausstellung aufgezeigt, wie einfach früher die Imkerei betrieben wurde. Ferner konnte man mit Quizfragen sein Wissen über die Biene und die Imkerei unter Beweis stellen.

 

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